Piwi - Weingarten

Im Frühjahr 2021 haben wir unseren eigenen experimentellen Weingarten angelegt. Das es ein Piwi-Weingarten werde sollte stand außer Frage, um dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit im Weinbau zu unterstreichen, den wir als sehr wichtig erachten. Und natürlich wollen wir damit auch, im Rahmen unser Möglichkeiten, den Bekanntheitsgrad von Piwis steigern.

 

Nun können wir aber auch eigene praktische Erfahrungen in der Piwi-Bewirtschaftung und dem Ausbau von Weinen sammeln. Aufgrund der guten Pilzwiderstandsfähigkeit und des interessanten Aromenspiels ist die Entscheidung auf die Piwi - Rebsorte Cal 604 (Sauvignac) gefallen. Ziel ist es in unserem Weingarten komplett auf den klassischen ökologischen Pflanzenschutz mittels Kupfer und Schwefel zu verzichten. Ob das letztlich gelingt und wir trotzdem gesunde Trauben ernten können, dass wird die Erfahrung in den nächsten Jahren zeigen. Der Züchter, Valentin Blattner, empfiehlt jeweils eine Behandlung mittels Kupfer- und Schwefelkontaktmitteln vor als auch nach der Blüte der Rebe. Gegenüber üblichen Weinreben (Riesling, ..., Spätburgunder) , die in der Größenordnung ca. 10 Kupfer- und Schwefelbehandlungen im biologischen Weinbau pro Saison benötigen, ist das schon eine gewaltige Reduktion.

 

 

Sauvignac - Jungrebe ca. 6 Wochen nach dem Auspflanzen im Weingarten.

Unsere Reben haben sich im Verlaufe des Jahres 2021 sehr gut entwickelt (Bild: 15. Oktober 2021). Auch die ca. 40 cm Ahr-Hochwasser im Juli im Garten haben ihnen nicht geschadet. Ganz im Gegenteil: Nachdem wir die Blätter vom Schlamm befreit hatten, setzte ein regelrechter Wachstumsschub ein.